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Spielmannszug Freiwillige Feuerwehr Stadt Eschweiler 1910
© Spielmannszug Freiwillige Feuerwehr Stadt Eschweiler

Von der Währungsreform bis heute

Am 20.6. und 21.6.1948 fand durch die Währungsreform eine Neuordnung des Geldwesens in den drei Westzonen statt. Die DM (Deutsche Mark) trat an die Stelle der RM (Reichsmark). Jeder Deutsche bekam zunächst eine Kopfquote von 40,- DM, später noch einmal 20,- DM. Mit der Währungsreform begannen auch der zügige Wiederaufbau und eine neue Lebensqualität. Die Währungsreform wirkte sich natürlich auch auf die wirtschaftliche Seite des Korps aus. Die Folge war, dass das Trommler- und Pfeiferkorps der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler sein 40 jähriges Bestehen im Saale Ruland-Wolter (heute City Center, Wollenweberstrasse) im Oktober 1951 !!! die Feierlichkeiten voller Stolz in neuen Uniformen begehen konnten. Von diesem Jubiläum berichtete der „Bote an der Inde“ vom 23.Oktober 1951 unter der Über-schrift: „Mit Pfeifen und Trummen…“:  Das Tromm-ler- und Pfeiferkorps der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler kann mit Recht und Stolz sein, auf seine 40 jährige Tradition, es kann aber auch stolz sein auf den würdigen Rahmen, in dem sich die Feierlichkeiten anlässlich seines Jubiläums abspielten. Nach dem Zapfenstreich und dem Umzug durch die Stadt, fand sich am Samstagabend eine ansehnliche Festversammlung im Saale Ruland-Wolter , Wollenweberstrasse ein, die von dem Ehrenbürger der Stadt Eschweiler, Branddirektor Hugo Merkens, mit von Herzen kommenden Worten begrüßt wurde. Worte besonders herzlicher Verbundenheit fand er für die anwesenden Gründer und Jubilare des Spielkorps. In einem anderen Bericht vom 17. Oktober 1951 unter dem Titel „40 Jahre getrommelt und gepfiffen“ heißt es u.a. „Eine weitere tiefe Zäsur im Vereinsleben bedeutete der zweite Weltkrieg, der zahlreiche aktive Korpsmitglieder das Leben kostete und vielen anderen ihr Hab und Gut nahm. Aber auch jetzt ließen sich die Männer nicht entmutigen. Sie begannen erneut von vorne und meisterten alle Schwierigkeiten und brachten es fertig, das Trommler- und Pfeiferkorps erneut zum Blühen zubringen. Zwar besitzt das Korps bis heute noch kein neues Banner, aber vielleicht wird auch dieser Wunsch bald erfüllt,  nachdem die Hauptschwierigkeiten überwunden sind und das <Korps mit verjüngter Kraft den Verpflichtungen entgegen sehen kann,  die ihm seine 40 jährige Tradition auferlegt. Anmerkung des Chronisten: Der Leser wundert sich bestimmt, dass das 40 jährige Jubiläum 1951 gefeiert wurde, obschon nachweislich das Gründungsjahr 1910 war. Ein Fehler des Vorstandes ?...Ein Übermittlungsfehler ? Das Trommler- und Pfeiferkorps der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler erfreute sich immer größerer Beliebtheit. So verwunderte es niemanden, dass das größer gewordene Korps im Eschweiler Raum und darüber hinaus für Schützenfeste,  Karnevalsumzüge und sonstige Veranstaltungen verpflichtet wurde. Im Oktober 1960 - man hatte das Jahr 1951 zum 40 jährigen Jubiläum richtigerweise korrigiert - feierte das stolze Korps seinen 50. Geburtstag. Das war Grund genug eine festliche Geburtstagsfeier zu begehen, denn so schien es, die ganze Stadt freute sich mit dem Jubilar. Jedenfalls war zum Festkommers im Saale Ruland-Wolter in der Wollenweberstrasse alles erschienen, was in der Stadt Rang und Namen hatte. Neben Bürgermeister Gruhn und Stadtdirektor Speerlich, als Vertreter von Rat und Verwaltung, sah man die Vertreter von Handel, Gewerbe und Industrie, Abordnungen der verschiedensten Schützenbruderschaften, Feuerwehrabordnungen von Eschweiler und Weisweiler, und nicht zuletzt der Bundeswehr, alles umrahmt von einem Saal, der in den Farben , Fahnen und Wappen der Stadt Eschweiler prangte. (s. Bericht im „Bote an der Inde“ vom 11.Oktober 1960) Nachdem der Vorsitzende Heinrich Rinck die Begrüßungsworte gesprochen hatte, der Musikzug unter Leitung von Hans Jagdfeld den Geburtstagsmarsch gespielt und der Spielmannszug aus Hehlrath unter Leitung von Theo Mertens die Musikstücke „Trompeter voran“ und „Deutschland Ruhm“ sowie Erika Breuer  mit dem Arkordionsoli „Russische Volksweisen“ und „Csardas“ zum Besten gegeben hatten, konnte der Festredner des Abends, Studienrat Ernst Fleischhauer seine Rede beginnen. Er sprach u.a. von dem Stolz, der heute die Spielleute der Eschweiler  Feuerwehr erfülle. Weiter dankte er im Namen aller Anwesenden, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten, dem Korps  für sein Wirken. In aller Öffentlichkeit müsse einmal gesagt werden, dass solche Leistungen, wie sie das Korps in all den Jahren gezeigt habe, nur durch Fleiß und Energie möglich seien. Die Motive für solche Leistungen aber seien die Liebe zur Musik, das Wollen, die Mitwelt zu erfreuen und zu unterhalten, und dies zur Ehre Gottes zu tun, weil alles das, was den nächsten erfreue, auch Gott erfreue. Im Anschluss an die Festrede wurde die Gratulationscour durch das Fanfarenkorps der „Roten Funken Artillerie“ unter der Leitung von Nico Jansen und das Trommler- und Pfeiferkorps „Blau-Weiß“Röthgen unter der Leitung von Josef Carduck eröffnet. Nachfolgend sprach der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler, Dr. Alfred Merkens.  Er führte u.a. aus: „…dass das Korps immer den beiden Aufgaben der Wehr mit klingendem Spiel voran zu marschieren und im Einsatz aktiv zu helfen, gerecht geworden sei.“ Seine besondere Freude war es, die noch lebenden vier Gründer des Korps, Franz Herpers, Arnold Karduck, Josef Müller und Johann Schmitz mit der Ehrennadel auszeichnen zu können. Als Geschenk der Bürgerschaft überreichte er dem Korps eine neue Lyra. Von
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                  letzte Aktualisierung: 06.01.2017
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