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Spielmannszug Freiwillige Feuerwehr Stadt Eschweiler 1910
© Spielmannszug Freiwillige Feuerwehr Stadt Eschweiler
75 JahreTrommler und Pfeiferkorps Freiwillige Feuerwehr der Stadt Eschweiler Das weithin als Musikstadt bekannte Eschweiler wurde in der Zeit vom 13. – 15. September 1985 Zeitzeuge eines musikalischen Ereignisses der ganz besonderenArt. Denn das Korps feierte am Talbahnhof Eschweiler, gegenüber der alten Feuerwehrwache an der Rosenallee sein 75 jähriges Bestehen. Zu diesem Fest wurde auf dem Gelände ein riesengroßes Festzelt (13 Felder) zum Mittelpunkt des Geschehens und es gab eine ganze Reihe von Veranstaltungen voller Musik, Humor und Umzügen. Von weither reisten befreundete Musikvereine in die Stadt Eschweiler, um mit dem Jubiläumskorps dieses Fest zu feiern. (s. Berichte) Der Vorsitzende Heinz Wings unterstützt von dem damaligen Vorstand und dem gesamten Korps hatte ganze Arbeit geleistet und dieses Jubiläum großartig vorbereitet und durchgeführt. Zwei Wochen nach den Jubiläumsfeierlichkeiten begab sich der Spielmannszug am 22. September 1985 nach Warstein-Belecke zu einem weiteren Landeswertungsspiel des Landesfeuerwehrverbandes NRW, um die Qualifikation für das erste Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes zu erreichen, welches 1986 in Wissen bei Altenkirchen stattfinden sollte. Es sollte für das Korps nicht nur der krönende Abschluss eines Jubiläumsjahres werden, sondern auch ein „Goldener Sonntag“ (siehe Berichte) Die erfolgsverwöhnten „Goldjungs“ erhielten 1986 einen kleinen Dämpfer. Bei dem Bundeswertungspiel in Wissen (Rheinland-Pfalz) „marschierten sie knapp am Gold vorbei.“ Für dieses Turnier hatte sich 30 Spielmanns- und Musikzüge aus dem gesamten Bundesgebiet qualifiziert und wurden in den folgenden Kategorien beim Bühnen- und Straßenspiel bewertet: Gesamteindruck, Tambouren, Flötisten, Korpsführer. Mit 259, 8 Punkten waren die Spielleute um 2 zehntel Punkte an der Goldmedaille vorbeimarschiert. Dennoch wurde trotz getrübter Stimmung die errungene Silbermedaille würdig gefeiert. Nach der Schwarzwaldtour 1981, wählte man für das Jahr 1986 als Ausflugsziel Nassereith/Tirol. Die Fahrt sollte auch eine kleine Belohnung und Entschädigung an die Familien für die vielen Entbehrungen sein. In der Pension Hausberger war bei Spiel, Sport und Spannung für beste Unterhaltung gesorgt. Mit dieser Fahrt hatte der Spielmannszug bewiesen, dass die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft stimmt. Vom 17. – 21. Juni 1987 reisten die Spielleute auf Einladung durch den Deutschen Feuerwehrverband zu den Europameisterschaften der Musiktreibenden Feuerwehrmusikzüge und –Spielmannszüge nach Krumpendorf am Wörthersee (Österreich). Qualifiziert hatten sich die Feuerwehrmusiker durch den Gewinn zahlreicher Goldmedaillen auf Landesebene. Feuerwehrmusiker aus Italien, der Schweiz, Österreich, Jugoslawien und Deutschland lieferten sich einen beeindruckenden fairen Wettstreit, der im benachbarten Klagenfurt (Kreisstadt) stattfand. Nach Beendigung des Wettbewerbs spielten alle teilnehmenden Musikeinheiten den Marsch „Preußens Gloria“ Eine besondere Freude wurde dem Korpsführer Eugen Kessels zuteil. Als Dienstgradhöchsten Korpsführer wurde ihm die Gesamtleitung des Gemeinschaftsspiels angetragen. Dies war für Eugen Kessels eine nicht mehr zu überbietende Geste der Anerkennung seiner überragenden Leistungen. Das österreichische Fernsehen (ORF) war mit einem Übertragungswagen anwesend und zeichnete das Gemeinschaftskonzert auf, welches am gleichen Abend ausgestrahlt wurde. Die überdurchschnittliche Leistung aller beteiligten Vereine wurde noch mal gewürdigt. Für die ausgezeichneten Leistungen erhielt Eugen Kessels Stellvertretend für das gesamte Korps eine Ehrenurkunde, 2 Pokale und den Wappenteller der Stadt Krumpendorf sowie die Goldmedaille für die Kategorie „Vorbeimarsch“. Dieser Wettstreit zeigte den Spielleuten der Feuerwehr Eschweiler, dass man auch in der stärksten Konkurrenz den Namen der Stadt Eschweiler würdevoll vertreten hatte. Als Dankeschön für die herausragende Leistung wurde durch den Bürgermeister Günter Wagner eigens zu einer Feierstunde am 09. August 1987 ins Rathaus der Stadt Eschweiler eingeladen. Sichtlich stolz nahmen die Spielleute der Feuerwehr die Glückwünsche im Ratssaal entgegen. Auf der Mitgliederversammlung 1988 wurde für das laufende Jahr ein Familienausflug in den Freizeitpark Walibi (Belgien) geplant und die Spielleute waren sich einig, erneut an den Landeswertungspielen des LFV NRW in Wiehl teilzunehmen. Nach dem Familienwandertag als Dankeschön für die vielen Entbehrlichkeiten im September sollte es am 2. Oktober 1988 wieder ernst werden. Nach intensiven Proben und Vorbereitungen war das Trommler- und Pfeiferkorps der Feuerwehr in Olympiastimmung. Nicht in Seoul (Korea) aber in Wiehl konnten die Spielleute durch exzellentes Auftreten und spielen beim Landeswertungsspielen des Feuerwehrverbandes NRW erneut eine Goldmedaille erringen und hatte damit erneut die Qualifikation für das Bundeswertungsspiel 1990 in Friedrichshafen am Bodensee in der Tasche. Ein schöner Erfolg, der bis spät in die Nacht nach der Heimkehr im Vereinslokal Szawalla gefeiert wurde. Als Generalprobe für das bevorstehende Bundeswertungsspiel in Friedrichshafen wollten die Spielleute am 3. September 1989 am Landeswertungsspiel in Kleve teilnehmen. Mit dem „Marsch de Medici“ und „Jubelklänge“ konnte die Tagesbestwertung aller teilnehmenden Musikeinheiten erreicht werden und souverän konnte die Heimkehr mit einer weiteren Goldmedallie angetreten werden. Eine Woche später, am 10. September 1989 konnte sich der Spielmannszug auf i n t e r n a t i o n a l e n Parkett präsentieren. 80 Schützenvereine und Gilden, Fahnenschwenkergruppen und Musikeinheiten aus Niederlande, Belgien und Deutschland trafen sich in Raeren (Belgien) zum Internationalen Schützenfest Dreiländereck. In der Festzugbewertung überzeugten die Spielleute unter Führung des stellvertretenden Korpsführer Johann Krott das international besetzte Schiedsgericht und errang den 1. Platz. Wie bereits erwähnt sollte 1990 erneut die Teilnahme der Spielleute bei den Bundeswertungsspielen auf dem Spielplan stehen. Aus logistischen Gründen – Unterbringung des Korps – sowie nicht nachvollziehbare Forderungen des Verbandes war es dem Spielmannszug unmöglich, der Einladung Folge zu leisten. Die „Goldenen Achtziger Jahre“ Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Jahre 1981 – 1989 die erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte waren. Der Chronist bezeichnet die diese Jahre als „Die Goldenen Achtziger“. Diese überragenden Erfolge waren nur möglich, weil eine sehr gute Kameradschaft, der absolute Leistungswille, eine sehr gute Ausbildung und der starke Rückhalt in den Familien den Spielmannszug auszeichneten. An dieser Stelle sei aber auch unbedingt zu erwähnen, dass der Spielmannszug kein Wettstreitkorps war, sondern die Erfolge vielmehr das Ergebnis einer funktionierenden Gemeinschaft mit Spaß und Freude am Spiel waren. Getragen von den vielen Erfolgen und der Beliebtheit ist der Spielmannszug nicht nur in unserer Heimatstadt, sondern weit darüber hinaus ein gern gesehener Gast. Die vielen Angebote und Anfragen sprechen eine „eindeutige Sprache“ Mit dem Gewinn der Goldmedaille beim Landeswertungsspiel in Kleve hatte der Spielmannszug seinen letzten großen nationalen Auftritt. Aus den verschiedensten Gründen konnte und wollte man den Anforderungen, die zur Teilnahme an die großen Turniere gestellt wurden, nicht mehr Folge leisten. Hauptgründe waren: - die beruflichen Anforderungen der Spielleute stiegen stetig - die familiären Verpflichtungen - die zunehmenden Verpflichtungen bei den Schützenfesten, Karnevalsumzügen und regionalen Freundschaftstreffen - Wechselschicht- und Außendiensttätigkeit der Spielleute - der immer größer werdende Kostenaufwand für eine Teilnahme Zu den vielen positiven Ereignissen des Spielmannszuges in den „Goldenen 80ern“ darf ein Weltereignis, das einzigartig ist, nicht unerwähnt bleiben. Der Sieg der Freiheit in der DDR, der Sieg über die Betonmauer und Betonköpfe, der Sieg über einen Unrechtsstaat: Der Mauerfall am 9. November 1989 und die damit verbundene Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Vorausgegangenen Oppositionelle die seit August 1989 jeden Montag in Leipzig auf die Straße gingen, um ihren Forderungen nach Reformen Nachdruck zu verleihen. Im Anschluss an den Friedensgottesdienst in der Nikolaikirche versammelten sich 70.000 Menschen, um gegen den Führungsanspruch der SED, sowie für freie Wahlen, Menschenrechte und Demokratie zu demonstrieren. Unter dem Motto: „Wir sind das Volk“ folgten Hunderttausende Bürger in Dresden, Erfurt, Rostock, Gera, Frankfurt an der Oder dem Aufruf nach demokratischem Recht.
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                  letzte Aktualisierung: 06.01.2017
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